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Wirtschaft und Immobilienmarkt im September 2025

9. oktober 2025Por Duncan

Die chilenische Wirtschaftslage bleibt durch verschiedene Spannungsfelder geprägt, die die sektorale Leistungsfähigkeit einschränken. Politische Debatten über Strukturreformen veranlassen Investoren und Verbraucher zu erhöhter Vorsicht und erhöhen die Risikoprämien in den Erwartungen. Insgesamt zeigt sich ein moderates Wachstum, begleitet von anhaltender Inflation und weiterem Aufwärtsdruck. Die Zentralbanken antworten mit einer vorsichtigen Geldpolitik, bei der Preisstabilität höchste Priorität hat.

Externe Risiken

Mehrere externe Faktoren verschärfen die Unsicherheit: US-Handelspolitik, der russisch-ukrainische Konflikt, eine Stagnation in Europa sowie finanzielle Spannungen in China stellen latente Risiken dar. Die starke externe Verflechtung Chiles erhöht die Gefahr negativer Effekte auf die Inlandsinflation und das Wirtschaftswachstum.

Zinsen und Kreditmarkt

Auf lokaler Ebene sind die Kreditzinsen seit 2021 deutlich angestiegen, bedingt durch die Verschärfung der Geldpolitik. Die Kosten der Wohnungsfinanzierung erreichten ein Niveau, das seit 2009 nicht mehr beobachtet wurde, und führten zu einer Verkürzung der Kreditlaufzeiten von bis zu 30 auf 20 bis 25 Jahre. Ende 2024 und Anfang 2025 zeigte sich allerdings eine leichte Erholung der langfristigen Zinssätze, wodurch sich der Hypothekenmarkt unter etwas günstigeren Bedingungen entwickelte.

Die Banking Credit Survey der Zentralbank bestätigt, dass die Banken im zweiten Quartal 2025 bei Unternehmenskrediten kaum Änderungen der Kreditstandards meldeten, während bei Verbraucherkrediten eine moderate Lockerung zu beobachten war. Diese Differenzierung beeinflusst die Kreditverfügbarkeit für Bauprojekte und private Käufer unterschiedlich.

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt zeigt ebenfalls Spuren der Krise: Während der Gesundheitskrise gingen rund 2 Millionen Arbeitsplätze verloren. Die Beschäftigung erholte sich schrittweise und übertraf in manchen Segmenten bereits die Vorkrisenniveaus, dennoch blieb die Arbeitslosenquote mit etwa 8,7 % am Ende des zweiten Quartals weiterhin hoch (basierend auf Sektorberichten).

Stimmung und Investitionsverhalten

Das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen bleibt trotz einzelner Verbesserungen niedrig. Der monatlich von ICARE und UAI ermittelte Konjunkturindikator (IMCE) spiegelt insbesondere im Bauwesen anhaltenden Pessimismus wider, während Bergbau und Handel tendenziell optimistischer bewertet werden. Dieses Stimmungsbild führt oft dazu, dass Investitionsentscheidungen verschoben werden, bis mehr makroökonomische Klarheit besteht.

Immobilienmarkt (2. Quartal 2025)

Die Daten aus dem zweiten Quartal 2025 zeigen gemischte Signale: Der Wohnungsverkauf stieg im Jahresvergleich leicht um 1 %, während die Nachfrage gegenüber dem Vorquartal um 23 % zunahm. Eigentumswohnungen erhöhten ihren Absatz um 2 %, bei Häusern wurde ein Rückgang von 3 % registriert.

Parallel stieg das Wohnungsangebot um 4 % auf rund 108.000 verfügbare Einheiten, davon 89 % Wohnungen und 11 % Häuser. Die Vermarktungsdauer hat sich deutlich verlängert: Es wird geschätzt, dass etwa 30 Monate benötigt werden, um das vorhandene Angebot zu verkaufen — deutlich länger als in einem ausgeglichenen Marktumfeld.

Die Kombination hoher Finanzierungskosten, politischer Unsicherheit und schwacher Erwartungen führt zu Zurückhaltung bei Investoren und Verbrauchern. In diesem Umfeld sind Preis- und Zeitdruck im Vermarktungsprozess spürbar, was die Rentabilität neuer Projekte beeinflusst.

Unter diesen Bedingungen könnten risikobereite Projekte, welche die erwartete Erholung antizipieren, Wertsteigerungen erzielen.

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